Leo Kühberger: Das Kapital politischer lesen

Samstag, 6.5., 14 bis 16 Uhr, 3. Stock

Viele Marxist*innen haben das „Kapital“ als eine (bessere) Ökonomie gelesen und damit schon mal den Untertitel übergangen, der schon deutlich macht, dass es sich um eine „Kritik der Politischen Ökonomie“ handelt. Im italienischen Operaismus und im US-amerikanischen „Autonomist Marxism“ bemühte man sich aber um eine Lesart, die den antagonistischen Charakter der gesellschaftlichen Verhältnisse und die Kämpfe der Arbeiter*innenklasse in den Mittelpunkt stellt und diesen eine zentrale, wenn nicht die entscheidende, Rolle in der Dynamik der kapitalistischen Entwicklung zuschreibt. Besonders Harry Cleaver hat herausgearbeitet, dass sich all das schon im ersten Kapitel des „Kapital“, wo seiner Meinung nicht nur die grundlegenden Kategorien entwickelt werden, finden lässt. Nach einer Darstellung dieser „politischeren“ Lesart, werden wir an verschiedenen Beispielen, unter anderem des kürzlich erschienenen Buches von Heide Gerstenberger („Markt und Gewalt. Die Funktionsweise des historischen Kapitalismus“), diskutieren, welche Folgen dies für unsere Sicht auf die Welt und schlussendlich für unsere Praxis in den Kämpfen der Gegenwart hat.

 

 

Leo Kühberger (Graz) ist Historiker und arbeitet zu Geschichte, Theorie und Praxis Sozialer Bewegungen.

 

 

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